Gründungsmannschaft im Spieljahr 1937/1938

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Stehend v.l.: Vorstand Josef Appel, Josef Kurrer, Heinrich Schott, Lorenz Klügl, Anton Pflügler, Andreas Schmidl
Kniend v.l.: Andreas Senner, Benno Amann, Adolf Senner
Sitzend v.l.: Max Senner, Alois Bierlinger, Josef Kaltenegger


Erste Jugendmannschaft vom SV Zuchering im Spieljahr 1938

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Stehend von links: Hufnagel Leonhard, Motzet Franz, Bach Georg
Mitte: Klotz Blasius, Klügl Lorenz, Gietl Peter
Liegend: Kaltenegger Josef, Kurrer Josef, Seefried Josef
nicht auf dem Bild: Lettmeier Emeran, Stiegler


1937/38: Nach der Gründung des Sportvereins am 17.06.1937 begannen die sportlichen Aktivitäten zunächst mit Freundschaftsspielen gegen benachbarte Vereine. Eine Art Spielgemeinschaft mit dem SV Haunwöhr gab es auch bereits damals schon, da beide Vereine im Laufe der Zeit keine komplette Mannschaft mehr auf die Beine stellen konnten. So spielten meist 5 bis 6 Mann aus Zuchering und die gleiche Anzahl aus Haunwöhr in einer Mannschaft. Es herrschte eine prima Kameradschaft bis der Kriegsbeginn diesen Spielbetrieb zerbrach.
1946: Am 06.02.1946 wurde im Gasthaus Gietl der Sportverein wieder ins Leben gerufen. Für Pfingsten wurde bereits ein Freundschaftsspiel gegen FC Hertha München vereinbart.
1946/47: In dieser ersten Punktrunde die der SV Zuchering bestritt, mußten 20 Spiele ausgetragen werden. Man belegte einen beachtlichen 4. Platz bei 27:13 Punkten und 47:31 Toren.
10.08.1947: Wie das 10-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1947 abgehalten wurde zeigt uns das nebenstehende Originalprotokoll, das vom damaligen Schriftführer Herbert Reinel erstellt wurde.
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1947/48: In dieser Saison wurde die Mannschaft in die Bezirksklasse II eingestuft und was keiner für möglich hielt, mit 10:2 Punkten wurde man auch gleich "Herbstmeister". Am Ende der Saison wurde man 19:5 Punkten Vizemeister mit einem Punkt Rückstand. Allerdings soll lt. Protokoll diese Meisterschaftsrunde nicht immer nach sportlichen Regeln verlaufen sein!
22.11.1947: Wussten Sie übrigens, dass an diesem Tag von seiten des Vereins eine Damen-Handballmannschaft ins Leben gerufen wurde und dabei 22 Damen in den Verein aufgenommen wurden.
26.12.1947: An diesem Tag fand die erste Theateraufführung des Sportvereins statt. Das Stück lautete: "Der wilde Jager von Gmund".
1948/49: Das gleiche Schicksal wie im Jahr zuvor ereilt die Zucheringer auch in dieser Saison. Punktgleich mit dem SV Haunwöhr wurde man Herbstmeister, doch am Ende mit wieder 1 Punkt Rückstand blieb der undankbare 2. Tabellenplatz. Auch hierbei soll nicht alles mit rechten Dingen verlaufen sein. Trotzdem rückte der SVZ für die nächste Spielsaison in die B-Klasse auf. Erstmals wurde auch für die neue Saison ein Trainer verpflichtet.
1949/50: Mit letzter Kraft schaffte man den drittletzten Tabellenplatz, der für ein weiteres Jahr die B-Klasse gewährte.
1950/51: Wiederum mit einem unteren Tabellenplatz schloss man diese Saison ab.
1951/52: Keine Rettung mehr gab es diesmal, man musste wieder in die C-Klasse zurück.
1953/54: Eine imponierende Leistung zeigten die Zucheringer in der C-Klasse Nord. Ungeschlagen mit einem sagenhaften Torverhältnis von 147:32 wurde man Meister und stieg wieder in die B-Klasse auf.
1954/55: Die Rotjacken marschierten durch die B-Klasse ohne einen Punktverlust, schafften völlig überraschend die Meisterschaft und den erstmaligen Aufstieg in die A-Klasse.
1955/56: Aber der Höhenflug wurde jäh gestoppt und man konnte die A-Klasse leider nicht halten.
1956/57: Für die Saison wurde Heiner Würdinger als Trainer verpflichtet. Auf seinen Wunsch wurde eine Trainingsbeleuchtung angeschafft. Mit einem Punkt Rückstand auf den SV Karlshuld konnte die Vizemeisterschaft errungen werden.
1957/58: Mit 20:2 Punkten holte man die Herbstmeisterschaft und auch nach Saisonabschluss klappte es diesmal, Meisterschaft und Aufstieg in die A-Klasse gingen nach Zuchering.
1958/59: Den größten Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte brachte dieses Jahr. Die Rotjacken brachten das Kunststück fertig, als Aufsteiger in die A-Klasse Meister und damit Aufsteiger in die II Amateurliga zu werden.
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11.07.59: Bereits seit diesem Tag, als unser jetziger Vorstand Josef Mirz in den Ausschuß gewählt wurde, ist er ununterbrochen mit dem Verein verbunden.
1959/60: Großartig hielten sich unsere Fußballer als Neuling in der II. Amateurliga. Platz 7 belegte man am Ende mit 33:31 Punkten.
1960/61: Können, Kampfgeist und Kameradschaft waren die Hauptmerkmale der Zucheringer in den Folgejahren, so daß in dieser Saison auch mit dem 9. Tabellenplatz die Spielklasse weiter erhalten blieb.
1961/62: 22:38 Punkte brachten den 14 Rang in der Obb. II Amateurligsa. Somit fehlten den Rotjacken 3. Punkte und man mußte leider wieder in die A-Klasse zurück.
1962/63: Unter dem neuen Trainer und Sportlehrer H. Blaimer und Thomas Eisinger als 1. Vorstand schaffte man jedoch auf Anhieb den Wiederaufstieg, an den nur wenige geglaubt hatten. Die II. Amateurliga wurde inzwischen in eine Bezirksliga umgewandelt und so spielte man in der nächsten Saison wieder in der gleichen Klasse wie 1 Jahr zuvor. Mit 42:14 Punkten war man am Ende zwei Punkte vor dem TSV Kösching A-Klassenmeister.
1963/64: Der neue Trainer in Zuchering hieß Michal Humbold. Als Neuling in der Bezirksliga belegte man völlig überraschend einen ausgezeichneten 5. Platz, was kaum für möglich gehalten wurde. Der solang schon geplante Umkleideraum konnte jetzt endlich erstellt werden.
1964/65: Auch im darauffolgenden Jahr wurde bei 28:28 Punkten wiederum Platz 5 errungen werden, so daß man bereits überall bewundert wurde, welch gute Fußballer die kleine Ortschaft, die noch keine 2000 Einwohner zählte, besaß. 1964 übernahm der heutige Vorstand Josef Mirz die Geschicke des Vereins. Trainer Humbold kehrte wieder zu seinem Stammverein zurück.
1965/66: Man wollte das Erreichte festigen und ausbauen, denn das Spielermaterial war gut bis sehr gut. Man tat einen sehr guten Griff in der Verpflichtung des neuen Trainers, der Kurt Beck hieß und allerorts gut bekannt war. Schwungvoll und mit viel Elan ging K. Beck an seine neue Aufgabe und steigerte seine Elf in einen Spielrauch der Vorrunde der Saison 1965/66, was keiner für möglich hielt. Ungeschlagen wurde Zuchering Herbstmeister in der Bezirksliga und man hatte sich schon insgeheim ein Endziel gesetzt, an das jedoch zunächst niemand so recht glauben wollte. Die Rückrunde wurde schwerer, denn alle machten Jagd auf den Favoriten. Hervorragende taktische Überlegungen und ein enormer Siegeswille aller Spieler, so ging man in das entscheidende Spiel am 22. Mai 1966 auf dem Platz des Mitfavoriten TSV Milbertshofen. Trainer Beck hatte hierzu seine Schützlinge auf den Tag genau in der Sportschule Grünwald vorbereitet und man ging topfit in diese schwere Begegnung in die Hölle des Löwen. Und die Zucheringer Rotjacken spielten wie ein echter Bezirksligameister begeisternd auf und besiegten ihren Gegner mit einem nie gefährdeten und klaren 4:1 Sieg, der stürmisch gefeiert wurde, zumal der Aufstieg in die Landesliga Süd -das erhoffte Endziel- damit erreicht wurde. 38:14 Punkte und 64:26 Tore lautete die Schlussbilanz beim Titelgewinn.
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1966/67: Man ging mit viel Respekt in die neue unbekannte Saison der schweren Landesliga, doch auch hier steigerte K.Beck seine Schützlinge, nach anfänglichen Niederlagen, zu einer schlagkräftigen Mannschaft, die mehr und mehr den anderen alteingesessenen Landesligavereinen gefährlich wurde. Große und begeisternde Schlachten wurden ausgetragen, denkt man nur an die Begegnungen mit ASV Dachau, TSG Pasing usw., wo die Rothosen fast sämtliche Favoriten besiegten. Der 8. Platz war in dieser ersten Landesligasaison ein großartiger Erfolg. Auf diesem Niveau konnte sich der Verein fünf Jahre lang halten und spielte teilweise eine sehr gute Rolle.
1971/72: In dieser Saison folgte dann der Abstieg in die Bezirksliga.
1973/74: In diesem Jahr wurde man in die damalige A-Klasse (heute: Kreisliga) durchgereicht.
1975/76: Nach einem kurzen Intermezzo in der höchsten Spielklasse des Kreises Donau/Ilm, schaffte man bereits 1975/76 den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Hier spielte man fünf Spielzeiten.
1980/81: Doch in dieser Saison musste man wieder den Gang in die A-Klasse (heute: Kreisliga) antreten.
1985/86: Nach weiteren 5 Jahren in der A-Klasse rutsche man weiter nach unten durch und es erfolgte der Abstieg in die B-Klasse (heute: Kreisklasse).
1987/88: Doch auch in der B-Klasse konnte man sich nicht etablieren und wurde bis in die damalige C-Klasse (heute: A-Klasse) durchgereicht.
1988/89: In dieser Spielzeit startete man in der C-Klasse West.
1989/90: Im darauffolgenden Spieljahr wechselte man in die C-Klasse Süd, welcher man unter der Bezeichnung A-Klasse Süd bis zum Jahr 2003 angehören sollte.
1990/91: Anfang der Neunziger führte Lorenz Vollnhals zwei Jahre bei den Rothemden Regie.
1992/93: Unter der Leitung von Jürgen Scharfenberg konnte wieder ein schlagkräftige Truppe aufgebaut werden, und der Aufstieg in die B-Klasse wurde nur relativ knapp verpasst. Nach drei Jahren verließ Scharfenberg den Verein und wechselte zum TV 1861 Ingolstadt.
1995/96: Daraufhin nahm Zuchering Scharfenbergs Vorgänger beim TV, Gerhard Kettner, unter Vertrag.
1998/99: Dieses Jahr konnte mit Spielertrainer Bernd Haller, einem Eigengewächs aus Bezirksligazeiten, ein Hoffnungsträger für den Zucheringer Fußball verpflichtet werden. Doch auch in dieser Saison konnte der Aufstieg nicht erreicht werden und so verließ Haller den SVZ nach nur einer Saison wieder.
1999/00: Daraufhin unterschrieb der bisherige Spieler und Libero Uwe Klein einen Vertrag als Spielertrainer. Nach Ende dieser Saison musste Klein seine Arbeit aus beruflichen Gründen beenden.
2000/01: Zu Beginn des Spieljahres 2000/01 übernahm dann Reinhard Riedmayr, ehemaliger Spieler der ersten Mannschaft und langjähriger Jugendtrainer, das Ruder beim SV Zuchering. Er konnte sich auf den Großteil der Spieler stützen die er schon jahrelang als Jugendtrainer unter seinen Fittichen hatte und mit denen er in der A-Jugend bis in die Kreisliga aufsteigen konnte. Doch die ganze Sache sollte kein Selbstläufer werden, was sich bereits zu Beginn dieser ersten Saison Riedmayrs zeigte. Die ehemaligen A-Jugend-Spieler benötigten einige Zeit um sich im Seniorenbereich zu akklimatisieren und so schwebte man in der Hinrunde sogar zeitweilig in Abstiegsgefahr. Nach einer Leistungssteigerung der jungen Spieler und verstärkt durch die Neuzugänge Adnan Fazlji (DJK Ingolstadt) und Hazim „Prika“ Puljarga (SV Sinning) in der Winterpause, konnte man in der Rückrunde noch den siebten Tabellenplatz erreichen.
2001/02: Nach den Leistungen der Vorsaison hatte den SVZ im Aufstiegsrennen der Spielzeit 2001/02 sicher niemand wirklich auf der Rechnung. Doch die Mannschaft unter Trainer Riedmayr zeigte, bis auf wenige Ausnahmen, von Beginn an konstante Leistungen und konnte sich schnell als härtester Konkurrent des Lokalrivalen TSV Unsernherrn etablieren. Nachdem man in der Winterpause auf Platz 2 lag und sich mit Richard Bauer (SV Haunwöhr) und Michael Dittenhauser (inaktiv; zuletzt SV Grasheim) weiter verstärken konnte, machten sich Mannschaft und Fans noch einmal große Hoffnungen den Titel nach Zuchering zu holen.

Doch spätestens nach dem 1:1 zuhause gegen Unsernherrn, musste man sich mit der Verteidigung des Relegationsranges begnügen. Dieses Ziel wurde mit teilweise sehr überzeugenden Siegen, wie einem 9:2 in Vohburg und einem 5:0 Heimsieg gegen den späteren Drittplatzierten SV Oberstimm, dann auch erreicht.

So ruhten alle Hoffnungen, den Aufstieg in die Kreisklasse doch noch zu schaffen, auf den Relegationsspielen. Zunächst trat man gegen den FC Schweitenkirchen, den Zweitplatzierten der A-Klasse Ilm, an. Dieses Spiel fand am 18.06.2002 auf dem Platz des TSV Hohenwart vor ca. 450 Zuschauern statt. Es sollte sich ein rasantes Spiel entwickeln und der SVZ kämpfte, angefeuert von seinen mit Trommeln, Fahnen und bengalischen Feuern ausgerüsteten Fans, verbissen um seine Chance auf die Kreisklasse. Einen schnellen Rückstand konnte man zunächst ausgleichen und ging dann selbst in Führung, musste jedoch noch während der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Auch in der Verlängerung konnten die Rothemden wieder in Führung gehen, auch hier kassierte man aber wiederum den Ausgleich. Nachdem bereits während der 90 Minuten durch einige fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen Diskussionsbedarf entstand, wurde die packende Partie kurz vor Ende der Verlängerung durch einen zweifelhaften Freistoss von der Strafraumgrenze, wodurch der FCS das 4:3 erzielen konnte, entschieden. Somit verpassten die Rothemden das entscheidende Match um die Kreisklassenzugehörigkeit gegen den 12. der Kreisklasse Süd, die SpVg Steinkirchen.

Doch mit dieser unglücklichen Niederlage war das Aufstiegsrennen der Saison 2000/2001 für den SV Zuchering noch nicht beendet. Durch den Bezirksligaaufstieg des TSV Rohrbach bekam man eine zweite Chance, da nun der zusätzliche freie Platz in allen darunterliegenden Klassen ausgespielt werden musste. Man kämpfte also mit vier Vereinen, die im Kampf um den Aufstieg bzw. Klassenerhalt ebenfalls unterlegen waren, um den letzten verbliebenen Platz in der Kreisklasse. Aus diesem Grund traf man bereits gut eine Woche nach dem Relegationsmatch in Hohenwart, am 26.06.02 wieder auf den FC Schweitenkirchen, welcher gegen Steinkirchen den Kürzeren gezogen hatte. Diesmal fand das Spiel vor ca. 300 Zuschauern in Hettenshausen statt. Man ging ersatzgeschwächt ins Spiel und musste verletzungsbedingt auf drei Stammspieler verzichten. Dies ist einer der Gründe warum man an das begeisternde Match aus der ersten Partie konnte nicht angknüpfen konnte. Dies machte sich sowohl auf dem Spielfeld, als auch auf den Zuschauerrängen bemerkbar. Folglich trennte man sich nach 120 Minuten recht langweiligen Spiels 1:1 unentschieden. So musste das Elfmeterschiessen den Sieger bringen. Hier hatten nun die Schweitenkirchner das Glück auf ihrer Seite und entschieden das Spiel für sich, nachdem nur zwei Zucheringer Schützen verwandeln konnten.

Doch auch der „Dauerkonkurrent“ FCS schaffte den Aufstieg nicht, scheiterte am SV Wettstetten und musste sich, ebenso wie die Zucheringer, mit einem weiteren Jahr A-Klasse begnügen.

Da die Mannschaft in dieser Saison zeigte welch Potential in ihr steckt und dass auf Dauer nur die Kreisklasse das Ziel sein konnte, nahm man sich nun vor, sich von der Enttäuschung aus den Relegationspielen nicht entmutigen zu lassen, und den Aufstieg in der folgenden Spielzeit zu erreichen ......

Die 2. Mannschaft des SV Zuchering belegte in dieser Saison mit 30 Punkten und 36:45 Toren den 9.Platz in der B-Klasse Süd und konnte somit ihr Ziel Klassenerhalt erreichen.
2002/03: Nachdem der SV Zuchering in der Vorsaison den Aufstieg nur knapp verpasste, ging die Mannschaft um Trainer Riedmayr in der Spielzeit 2002/03 als Top-Favorit in das Aufstiegsrennen. Die Mannschaft war einer gewissen Veränderung unterworfen und folglich standen den Abgängen Kamenjasevic (GW Ingolstadt), Hrubesch und Dittenhauser (beide TSV Reichertshofen) die Neuzugänge Marco Wenger (TSV Unsernherrn) und Arnold Greif (während der Vorrunde von der DJK Ingolstadt) gegenüber.

Man ging von Beginn an konzentriert zu Werke und legte einen sehr guten Start in die Saison hin. Man unterlag nur der mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkten Reserve des ESV Ingolstadt und übernahm am neunten Spieltag mit einem 3:1 Heimsieg gegen den FC Wackerstein/Dünzing die Tabellenführung, welche man bis zum Saisonende nicht mehr abgeben sollte.

So konnte der SVZ relativ beruhigt und mit einem gewissen Punktevorsprung in die Winterpause gehen. Nach der Vorrunde verließ Torjäger Richard Bauer den Verein Richtung Bezirksliga zum FC Gerolfing, dafür kehrte Michael Hrubesch aus Reichertshofen zurück.

Doch wer glaubte der Aufstieg würde ein Selbstläufer werden, sollte sich täuschen. Die Mannschaft lieferte einige recht enttäuschende Spiele ab und kämpfte mit einer auffälligen Heimschwäche. So gab man einige Punkte auf eigenem Platz ab und im Kampf um den Aufstieg wurde es noch einmal richtig spannend.

Die Rothemden setzten sich jedoch mit einem wichtigen 1:1 beim Zweitplatzierten SV Haunwöhr II, einem Heimsieg gegen den FC Rockolding und einem 6:3 beim SV Karlskron II am Ende hochverdient durch. So konnte man also auf dem Platz des Lokalrivalen Karlskron den langersehnten Aufstieg in die Kreisklasse feiern. Dieser wurde dann im eigenen Sportheim mit einer umfunktionierten Badewanne ausgiebig begossen.

Die Mannschaft um Trainer Riedmayr konnte nun endlich, nach 14 Jahren, in die Kreisklasse zurückkehren und den ersten Aufstieg seit 27 Jahren feiern. Besonders erwähnenswert macht diesen Erfolg die Tatsache, dass der Aufstieg hauptsächlich mit Spielern aus der eigenen Jugend geschafft wurde. So standen in der Aufstiegsmannschft durchgehend sieben oder acht Spieler aus Riedmayrs ehemaliger Jugendmannschaft.

Auch die 2. Mannschaft blieb im Soll und konnte mit dem wiederum erreichten 9. Platz die Klasse sichern. In der B-Klasse Nord/Süd, in welcher man diesmal anzutreten hatte, erzielte die Mannschaft 50:48 Tore und 30 Punkte.
2003/04:

Nach dem der SV Zuchering in der Vorsaison endlich den schon lange angestrebten Aufstieg schaffte, startet man in der Saison 2003/04 in der Kreisklasse Süd. Der Stamm der Aufstiegsmannschaft blieb erhalten, trotzdem gab es einige Zu- und Abgänge: Zuchering verließen Routinier Prika Puljarga (zum VFB Friedrichshofen) und Marco Wenger (zurück nach Unserrnherrn), als Neuzugänge wurden für die Offensive Michael Bronold (SV Hundszell) und Thorsten Splieth (ST Kraiberg) als Routinier auf der Liberoposition verpflichtet.

Die Mannschaft und die Verantwortlichen versuchten natürlich die Euphorie des Aufstiegsjahres mit in die Kreisklasse zu nehmen. Dies gelang am ersten Spieltag mit einem 3:0 Sieg gegen den TSV Wolnzach gleich ganz vorzüglich und man fand sich nach dem Saisonstart auf dem überraschenden ersten Tabellenplatz wieder. Nach einer recht unglücklichen Auswärtsniederlage bei Mitaufsteiger GW Ingolstadt rang man auf eigenem Platz Aufstiegsfavorit TSV Hohenwart mit 3:1 nieder.

Die Mannschaft schlug sich als Aufsteiger in ihrer ersten Kreisklassensaison relativ wacker, ließ aber eine gewisse Konstanz vermissen. So folgten auf sehr gute Spiele (wie z.B. gegen Hohenwart, Haunwöhr, Rückspiel gegen GW Ingolstadt) auch wieder Spiele mit schlechter Leistung (Steinkirchen, Pfaffenhofen, Rückspiel in Wolnzach). Teilweise konnte man einen 0:3-Rückstand noch aufholen und in ein Remis verwandeln (in Geisenfeld), andrerseits vergab man einen sichergeglaubten Sieg nach 3:0 Vorsprung in Lichtenau und musste sich auch hier mit einem Unentschieden begnügen.

Die Rothemden gingen also mit einem 9. Tabellenplatz und 9 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz in die Winterpause und die Mannschaft sollte bei konzentrierter Leistung in der Rückrunde in ihrer ersten Kreisklassensaison mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Die 2. Mannschaft enttäuschte leider fast die ganze Saison und belegt mit dem 13. Platz nur einen Abstiegsrang. Allerdings wurde man zum Ende der Vorrunde wieder stärker und konnte sogar bei Spitzenreiter Hohenwart II gewinnen. Da der Abstand auf die sicheren Ränge nicht groß ist, sollte bei mehr Engagement und der zu letzt gezeigten Leistungssteigerung der Klassenerhalt machbar sein.

 

2004/05

bis

2006/07:

Als weiterer Glücksgriff erwies sich 2004 die Verpflichtung von Sasha Miscovic als Spielertrainer,  der eine intakte Mannschaft übernehmen konnte.  Aufgrund seiner außerordentlichen Fähigkeiten im Defensivbereich wurde damals die Viererkette in der Abwehr eingeführt, von der aus er das Team souverän dirigierte. Unter seiner Führung gelang 2005 sogar der Aufstieg in die Kreisliga, der attraktivsten Spielklasse in dieser Region, in der man sich drei Jahre lang behaupten konnte.

In den Boomjahren 2004 – 2006 leistete man sich aufgrund des hohen Zulaufes sogar den Luxus einer 3. Mannschaft im Punktspielbetrieb, die jedoch nur zwei Jahre gehalten werden konnte.

Leider gelang es auch in dieser Zeit nicht, genügend Qualität und Quantität aus dem Nachwuchsbereich heranzuführen, vermutlich geschuldet auch dem schulischen Umfeld (die Grundschule Zuchering führt nur bis zur 4. Klasse), außerdem musste man bereits den geburtenschwächeren Jahrgängen und der Neugliederung im Juniorenbereich (E - A Junioren anstatt Schüler und Jugend) Tribut zollen, die besten Nachwuchstalente wechselten zudem häufiger zum neugegründeten FC Ingolstadt 04. In diesem Zeitraum mussten sogar zwei Jugendmannschaften mangels Nachwuchs und Betreuern ganz aus dem Spielbetrieb genommen werden, was sich mittelfristig natürlich auch bei den Senioren enorm bemerkbar machte.

 

chronik8

Aufstiegsmannschaft 2005 zur Kreisliga: hinten von links:  Abteilungsleiter Benno Amann, J. Kosemund, T. Splieth, T. Marberger, M. Bronold, M. Greiling, A. Greif, Trainer S. Miskovic, Sponsor M. Wagner; vorne von links: M. Kroll, T. Mayerl, S. Liepold, M. Dötschel, M. Stadtherr, C. Schäringer, E. Skula, F. Adnan.

 

2007/08

bis

2011/12:

So musste Zucherings „Erste“ 2007 die Kreisliga leider wieder verlassen, Trainer Miscovic, der zwischenzeitlich seine Prüfung zum Fußballlehrer absolviert hatte, suchte ebenfalls eine neue Herausforderung. Sein Nachfolger Thomas Irro, der, gemessen an seinem Vorgänger  die hinterlassene Lücke nicht füllen konnte, verließ die Rothemden bereits nach einer Saison wieder, ihm folgte Jürgen Scharffenberg, der bereits Mitte der 1990er Jahre für zwei Spielzeiten hier tätig war. Einige Spieler seiner Vorgängermannschaft TV IN wechselten mit ihm nach Zuchering, doch auch das neuformierte Team konnte den unglücklichen Abstieg in die A-Klasse in der übernächsten Saison nicht verhindern. In dieser schwierigen Zeit hatte sich Jan Kosemund – Zucherings Eigengewächs war zwischenzeitlich zum VfB Friedrichshofen in die Kreisliga gewechselt – bereit erklärt, als Spielertrainer zurückzukehren, unter der Voraussetzung, dass etliche abwanderungswillige Spieler beim SVZ bleiben. Dies gelang ihm mit viel Überzeugungsarbeit. Da 2010 auch aus dem A-Jugendbereich unter Fritz Bößenecker (damals KK-Vizemeister) ein kompletter Jahrgang mit viel Qualität zu den Senioren kam, bestand die Hauptaufgabe des Trainers darin, möglichst viele dieser Jungtalente bei den Senioren zu integrieren. Kosemund gelang es mit viel Einsatz und Kameradschaft den Spaß ins Team zurückzubringen, dabei aber die sportlichen Ambitionen nicht aus den Augen zu verlieren. So gelang es ihm in der Saison 2010/11 schließlich, mit einer sehr jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 22 Jahre) Platz 5 in der A-Klasse 3 zu erreichen.

Zucherings Zweite spielte in der Saison 2010/11 ebenfalls, parallel zur ersten Mannschaft, in der A-Klasse 4, musste die Liga aber nach einem Schnupperjahr wieder verlassen und spielt derzeit in der B-Klasse 3 im vorderen Drittel mit.

In der Abteilungsführung  vollzog sich ebenfalls  ein Wechsel, nach über  25 Jahren unermüdlichen Einsatzes als Abteilungsleiter wechselte Zucherings Fußballikone Benno Amann ins hintere Glied und kümmert sich da weiterhin um die 2. Zucheringer Mannschaft. Manfred Kroll übernahm 2009 die Leitung der Fußballer, als Stellvertreter steht ihm seither Jürgen Turnwald zur Seite.

2011 verkündete Jan Kosemund berufsbedingt das Ende seiner Trainertätigkeit, er hinterließ seinem Nachfolger aber eine intakte Mannschaft ohne Abgänge. Als Nachfolger gelang es, Michi Olah vom Landesligisten FC Gerolfing als Spielertrainer zu verpflichten. Mit ihm erhofft sich Zuchering, wieder an die Zeiten nach 2003 anzuknüpfen. Zur Winterpause der Saison 2011/12 sah es nicht schlecht aus, belegte man doch mit 5 Punkten Vorsprung souverän  Platz 1 in der A-Klasse 3, mit berechtigen Aufstiegsambitionen, zudem drang man in dieser Saison auch in das Halbfinale des Sparkassenpokals vor.

 chronik9

1. Mannschaft Saison 2011/2012: hinten von links: Maximilian Lerchl, Sven Theuerkauf, Christoph Schäringer, Eike Manske, Markus Jonetzko, Nico Haas; Mitte von links: Betreuer Peter Sowa, Thomas Liebhart, Abteilungsleiter Manfred Kroll, Enis Hachani, Marcel Preuß, Florian Riedmayr, Markus Greiling, Jan Kosemund, Trainer Michael Olah; vorne von links: Mathias Martin, Peter Gaydarov, TW Daniel Martin, Fabio Narracci, Toni Kappelmeier, Betreuer Sebastian Olah.

 chronik10

2. Mannschaft Saison 2011/2012: Spieler und Betreuer hinten von links: Jürgen Turnwald, Toni Kappelmeier, Thomas Liebhart, Leo Baal, Markus Fischer, Dominik Bößenecker, Herbert Faber, Thorsten Harvolk, Mike Martin, Benno Amman; vorne von links: Thomas Meier, Andreas Rößner, Alexander Appel, Daniel Münchsmeier, Nico Adam; Nicht abgebildete Spieler: Hazim Puljarga, Mark Reinbold, Florian Mittermeier.